Fort- Weiter- Aus-, auf jeden Fall immer viel -Bildung bei Addis Guzo

Schon oft haben wir davon berichtet, dass uns der gegenseitige Wissensaustausch sehr wichtig ist. In den sechs Jahren, in welchen Addis Guzo in Äthiopien aktiv ist, hat sich unglaublich viel Know-how entwickelt. Wir sind zu einer Art Bildungszentrum geworden und wollen dies auch in den nächsten Jahren sein.

Der nachfolgende „Bildband“ gibt einen schönen Einblick in die vielfältigen Weisheiten, die bei uns hin und her geboten werden.

Viel Bildung steckt auch im Partnerprojekt rollaid – Rollstuhl Recycling Hilfsmittel für Hilfsorganisationen. Ab Ende Jahr werden wir mit dem neu gegründeten Verein rollaid (www.rollaid.ch) und der Organisation Qualifutura (www.qualifutura.ch) eng zusammen arbeiten. In der Werkstatt rollaid werden die gesammelten Rollstühle von Teilnehmer/-innen des Berufsintegrations-Programms von Qualifutura aufbereitet und erst danach nach Äthiopien verschifft. Das Projekt rollaid vereint drei gesellschaftspolitisch bedeutungsvolle Aspekte: Berufsintegration in der Schweiz, humanitäre Hilfe im Ausland und Recycling.

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Patric in der Werkstatt rollaid in Interlaken

 

Fotogalerie Bildungszentrum Addis Guzo

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Küse von hock’n roll erklärt den Rollstuhltechnikern Dennu und Zewdou mechanische Details von Rollstuhlbremsen.

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Auch unser Country Director Tamirat will wissen, was es am Rollstuhl zu tun gibt. Esaias, einer unserer Rollstuhl-Basketball-Trainer zeigt ihm mit Freude, wie die Radhalteplatte montiert wird.

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Abiye aus der Rollstuhlwerkstatt gibt seine Fertigkeiten an Sozialarbeiter/-innen in Bishoftu weiter. 

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Shoa, der die Metallkonstruktionen unserer Werkstätten zusammengeschweisst hat, teilt sein Wissen mit Eyasu und Biniyam, den beiden Lernenden bei Addis Guzo.

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Den neuen Klienten in Adama (Region Oromiya), erklärt er gestenreich auf was sie beim Umgang mit dem Rollstuhl achten sollen. 

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Im Rehabilitationszentrum für Familien mit behinderten Kindern erklärt Misile der Mutter von Kana, wie dessen Beine richtig positioniert werden.

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Und selber wird sie von Helen, einer erfahrenen Ergotherapeutin aus Bern, darüber instruiert, wie wichtig Körperrotationen bei Kindern mit Bewegungsstörungen sind.

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Kinder lernen durch aktiv sein. Dies wird ihnen im Tageszentrum in vielen, anrgenden Situationen geboten.

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Unsere IGA-Gruppen (Income Generating Activities) werden nicht nur in handwerklichen Fertigkeiten ausgebildet. Damit alleine lässt sich noch kein Geschäft machen. Auf dem Weg zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit braucht es zusätzliches Wissen. Leti und Hewan, unsere Fachfrauen für soziale Arbeit, unterrichten die Frauen der Töpferwerkstatt in Grundkenntnissen der Geschäftsführung. Die beiden Mitarbeiterinnen haben dazu ein Seminar bei der Frauenorganisation WISE besucht.

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Martina hat ein Flair für die richtigen Worte im richtigen Moment. Hier überprüft sie mit Amete von der Puppenwerkstatt HAYA-Dolls, ob Augen und Mund am gewünschten Ort „sitzen“.

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Während Christine mit Yerus aus dem Nähatelier ein neues Muster für einen Damenrock erarbeitet.

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Neues wollte auch André lernen. Er hat einen mehrwöchigen, freiwilligen Einsatz bei unserer Kerzengruppe geleistet. Hier lässt er sich die Herstellung der traditionellen Kirchenkerzen Tuaf zeigen.

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Rollstuhl-Basketball ist ein wichtiger Bestandteil unseres Sportprogramms. Anfang Oktober hat Jess Markt als Ausbildner im Auftrag des IKRK ein intensives Training angeboten. Mit dabei waren auchMitglieder unserer Teams

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Das Programm enthielt unter anderem die Ausbildung von Fachpersonen zur Klassifizierung der Spielerinnen und Spieler nach internationalem Standard. Mitten drin und konzentriert dabei ist Misile, unsere Physiotherapeutin.

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Alem, ein sehr erfahrener Rollstuhl-Basketballspieler, liess sich am Seminar des IKRK zum Schiedsrichter ausbilden. Dass er auch ein Training leiten kann, zeigt das Bild mit einer Schulklasse aus dem Quartier.

Wenn wir also all die Bausteine aufeinander stellen, entsteht eine stattliche Bildungspyramide. Wir wünschen uns, dass diese in den nächsten Jahren breiter und höher wird.

..... und ausserdem bei Addis Guzo

  • No News are good News: Zur Standortfrage gibt es keine substantielle Neuigkeiten. Good News nur deshalb, weil der Druck von Seiten der Behörden etwas nachgelassen hat. In den letzten Monaten ist keine neue Aufforderung, den Platz zu verlassen, gekommen. Trotzdem suchen wir nach einer langfristigen, guten Lösung.
  • Die Idee „Cool Rolling“ - die Teilnahme eines äthiopischen Basketballteams an den Paralympischen Spielen - müssen wir wohl auf Spiele nach Tokyo 2020 verschieben. An den letzten Spielen in London und Rio war nur ein Team aus Afrika dabei. Qualifiziert haben sich Südafrika und Algerien. Beide Ländern haben Teams, die international schon viel Erfahrung haben.
  • Unsere Website wird zur Zeit überarbeitet. Wir hoffen, dass wir bis Ende Oktober mit der neuen Version Online gehen können.
  • Martina Oberli will in Deutschland einen Partnerverein aufbauen. Erste Kontakte mit weiteren interessierten Personen sind geknüpft.

 

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Vielen herzlichen Dank

Verein Addis Guzo

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